Die Gebühren für die Kinderbetreuung sind klar geregelt und fair gestaltet. Die Höhe unterscheidet sich nicht von KiTa zu Kindertagespflege!
Wie läuft die Zahlung ab?
Es gibt Möglichkeiten, sich von den Gebühren befreien zu lassen oder eine Ermäßigung zu erhalten:
Ich unterstütze euch gerne!
Die entsprechenden Anträge habe ich direkt vor Ort. Sprecht mich einfach an.Der Kostenträger ist das zuständige Amt eures Wohnortes, in dem das Kind gemeldet ist.
Wichtige Vertragsinfos:
Die Betreuung erfolgt auf Basis eines privatrechtlichen Vertrags, den ihr direkt mit mir abschließt.
Sprecht mich gerne an, wenn ihr Fragen habt!
Konzeption
-
Kindertagespflege Entenhausen
„So viel Schönheit,
die wir behüten müssen“
Zitat: Charlie Mackesy
1. Vorwort
Liebe Eltern und Kinder,
es gibt viele unterschiedliche Gründe, warum Eltern eine Kindertagespflegeperson in Anspruch nehmen wollen oder vielmehr sogar müssen.
Mein Angebot zur Kindertagespflege richtet sich an alle, die in meiner Arbeit eine sinnvolle und notwendige Ergänzung für die Entwicklung ihres Kindes sehen. Dieser Ort steht für Geborgenheit, Freiheit und die individuelle Förderung der Fähigkeiten der Kinder. In Entenhausen sollen Kinder Kinder sein und ihre Persönlichkeit ungestört entwickelt können.
2. Über mich und meine Familie
Mein Name ist Jessica Ziemann. Ich bin 38 Jahre alt und lebe seit 2015 mit meinem Ehemann und unserer Tochter im wunderschönen Brokdorf. Im Jahre 2017 kauften wir dieses nostalgische Häuschen und erweckten es wieder zum Leben.
In unserem naturbelassenen Garten umgeben von Elbdeich und Schafen behüten wir aufgenommene Kaninchen, Hühner und Enten.
Uns als Familie ist es wichtig, dass jedes Lebewesen sowie die Natur wertschätzend und respektvoll behandelt wird. Dies sind Werte und Normen, die ich in meiner Arbeit und meinem Alltag weitervermitteln möchte.
Nach meiner Ausbildung als sozialpädagogische Assistentin arbeitete ich seit 2013 in verschiedenen Kindertagesstätten und sammelte dort Erfahrungen in Krippen-, Regel-, sowie Familiengruppen. Zeitgleich ergänzte ich mein pädagogisches Fachwissen durch zahlreiche Fortbildungen.
Zuletzt qualifizierte ich mich als schulische Assistenzkraft und arbeitete daraufhin an einer Grundschule.
Ich bin selbst Mutter von zwei wundervollen Kindern und engagiere mich ehrenamtlich im Sportverein und leite dort das Kinderturnen und Hobby Horsing.
Meine Kinder besuchen bereits die Grundschule und Gemeinschaftsschule in der Umgebung, mein Ehemann Sören Ziemann ist 36 Jahre alt und seit 2013 als Erzieher tätig.
Diese bunte Vielfalt ergibt zusammen das Team Kindertagespflege Entenhausen.
3. Rahmenbedingungen
Die Tagespflege findet bei uns im eigenen Haus in einer Einliegerwohnung im 1. OG, mit Terrasse und Garten statt.
In meinen gemütlichen Räumlichkeiten habe ich Platz für bis zu fünf Kindern.
Meine Öffnungszeiten sind von Montags bis Freitags von 07:00 – 14:30 Uhr. Die Zeiten können nach individueller Absprache angepasst werden.
Mein Urlaub beträgt 30 Tage im Jahr. Die Urlaubsplanung wird rechtzeitig bekannt gegeben. Die Schließtage sind alle in Schleswig-Holstein gültigen Feiertage.
Im Rahmen von Fortbildungen nehme ich mir heraus für maximal zwei Tage im Jahr die Kindertagespflege zu schließen.
Bei Krankheit sowie regelmäßig drei Stunden in der Woche unterstützt mich meine Vertretungskraft Brygida Brandt.
4. Räumlichkeiten
Die ausschließlich für die Kindertagespflege genutzten Räumlichkeiten zur Betreuung Ihrer Kinder befindet sich im 1. OG und sind über eine Außentreppe zu erreichen. Zahlreiche Parkplätze direkt am Haus sind vorhanden. Ein weiterer öffentlicher Parkplatz ist nur 50m entfernt und die Straße muss nicht überquert werden.
Im Eingangsbereich befindet sich eine Kindergarderobe und die Möglichkeit zur Lagerung von Wechselsachen.
Zur Verfügung steht eine offen und gemütlich gestaltete Wohnung mit verschiedenen Funktionsecken. Im Mittelpunkt steht der große Spielraum mit verschiedenen Themenbereichen wie einer Kinderküche und Verkleidungskiste (Rollenspiel), Bastel- und Malecke (Kreativität), Bauecke (Konstruktion, räumliche Vorstellung) und einem Ruheort mit einer Liegefläche, Kuscheldecken, Büchern und der Möglichkeit zum Hören von Musik und Geschichten.
Ein Badezimmer, welches direkt angrenzt, verfügt über einen Tritthocker, damit sich die Kinder selbstständig die Hände waschen können, sowie Stauraum für die Pflegeprodukte und Wickelutensilien ihrer Kinder. Das Bad verfügt über eine Dusche und Waschmaschine um kleine und größere Malheure des Alltags zu beseitigen.
Die Küche, in der ich die Speisen in Sichtweise Ihrer Kinder zubereite und die vollständig ausgestattet ist, liegt unmittelbar am Spielbereich und ist durch ein Gittertürchen gesichert. Eine Arbeitsflächeninsel lädt zum gemeinsamen Zubereiten und Essen ein. Hochstühle und -sitze sind dafür vorhanden.
Eine großzügige gesicherte Dachterrasse lädt an warmen Sommertagen zum gemeinsamen Frühstück, Experimentieren oder einer Bücherrunde mit Deichblick ein.
5. Garten, Tiere, Natur & Umgebung
In unserem komplett eingezäunten Garten können sich ihre Kinder frei bewegen, entdecken und erforschen. Hier befinden sich Spielgeräte wie Schaukel, Rutsche, Sandkastenboot, Spielhaus und diverse Spielsachen. Im eingezäunten Gartenteich wohnen in den Sommermonaten Entenkinder aus der Rehkitzrettung, die wir gemeinsam großziehen und später wieder auswildern. Da der Umgang mit Tieren die sozialen Fähigkeiten und das Selbstwertgefühl Ihrer Kinder fördert, teilen wir uns den Garten zusätzlich mit unseren Hühnern und Kaninchen. Auch unsere Deichschafe sowie zahlreiche Wildvögel sind bei uns immer willkommen. Durch das Kümmern und Pflegen der Tiere lernt ihr Kind Verantwortung zu übernehmen, Gefühle zum Ausdruck zu bringen und aber auch Grenzen durch sein eigenes Verhalten kennenzulernen.
Der Garten bietet den Kindern Platz für folgende Projekte:
Was lebt in unserem Blumenbeet?
Wir ernten, was wir sähen (Gewächshaus)
Was wächst am Baum und wohnt hier?
Wir helfen dem Igel etc.
Auch unsere unmittelbare Umgebung bietet vielfältige Möglichkeiten zur Erkundung unserer eigenen Umwelt. Fußläufig sind folgende Orte zu erreichen:
Laden zum gemeinsamen Einkauf
zwei Spielplätze
der Elbdeich zum Spazieren
Strand
Sporthalle, in der wir einmal wöchentlich turnen
6. Elternarbeit und Transparenz
Eine gute Beziehung zwischen Ihnen als Eltern und mir als Tagespflegeperson ist entscheidend für das Wohlbefinden ihres Kindes. Nur wenn ihr Kind die Beziehung zwischen uns als achtungsvoll und interessiert erlebt, kann es sich wohl und aufgehoben in meiner Obhut fühlen. Für eine gute Zusammenarbeit mit Ihnen, ist mir ein regelmäßiger und ehrlicher Austausch wichtig, welcher in Form von Tür- und Angelgesprächen und auf Wunsch in Form von Entwicklungsgesprächen stattfindet.
Hierzu erstelle ich Entwicklungsbögen aus „mein Porträt“ sowie ein Portfolio mit und über ihr Kind. Ihr Kind steht hierbei im Mittelpunkt und wir sollten gemeinsame Ziele verfolgen, welche sich um ihr Kind drehen. Sollten Sie einmal nicht persönlich ihr Kind abholen können, bitte ich sie mir im Vorfeld schriftlich mitzuteilen, wer das Kind abholen darf. Hierzu gibt es von mir einen Vordruck über die Abholberechtigung ihres Kindes.
7. Tagesablauf
Mein Tagesablauf wird durch feste Strukturen geprägt sein. Alle Kinder müssen bis spätestens 08:30 Uhr gebracht werden, um gemeinsam in den gewohnten Tagesablauf starten zu können.
07:00 – 08:30 Uhr Bringzeit, freies Spiel, bis alle Kinder angekommen sind
08:30 – 08:45 Uhr gemeinsamer Sitzhaufen, Begrüßungsritual (Lieder, Spiele …)
08:45 – 09:30 Uhr Gemeinsames Frühstück
09:30 – 11:30 Uhr Aktivzeit (Angebote, basteln, malen, gestalten, Garten, Ausflüge, turnen …)
11:30 – 12:3 0 Uhr Hygienetätigkeiten, wickeln, Hände waschen
Zubereitung des Mittagessen
Freispiel
12:30 – 13:15 Uhr gemeinsames Mittagessen
13:15 – 14:30 Uhr Freispiel & Abholzeit
Der Tagesablauf ist unter Vorbehalt zu betrachten, da ich individuell und flexibel auf die Bedürfnisse und Interessen ihrer Kinder eingehen möchte.
8. Ernährung
Eine gesunde kindgerechte Ernährung ist mir sehr wichtig, daher koche ich täglich frisch vegetarische & vegane Mahlzeiten. Das Frühstück gestalte ich gemeinsam mit den Kindern. Von Frühjahr bis Herbst bauen wir in unserem Hochbeet viele leckere Lebensmittel an, wie zum Beispiel: Zucchini, Gurken, Erdbeeren, Salate, Tomaten, Kräuter und einiges mehr. Ich finde es wichtig, dass die Kinder eine vielfältige Ernährung erfahren und lernen woher die Lebensmittel kommen.
Zu trinken reiche ich den Kindern ausschließlich Mineral-/Leitungswasser oder ungesüßten Tee.
Zu besonderen Anlässen wie Geburtstag, Fasching, Ostern, Nikolaus oder Weihnachten wird es auch mal etwas Süßes geben, natürlich immer in Absprache mit den Eltern und altersgerecht. Dies soll zum Ausdruck bringen, dass diese Anlässe etwas Besonderes sind.
Unsere Mahlzeiten essen wir gemeinsam. Sofern es möglich ist, möchte ich die Kinder, spielerisch beim Tischdecken und Zubereiten mit einbeziehen, denn das fördert die Selbstständigkeit und macht Ihre Kinder auch wahnsinnig stolz! Unser gemeinsamer Tischspruch läutet unsere gemeinsame Essenszeit ein. Das Essen mit Gabel oder Löffel geht anfangs noch nicht so leicht von der Hand, daher unterstütze ich die Kinder dabei. Wenn die Kinder noch sehr klein sind, wollen sie ihr Essen mit allen Sinnen erfahren, dies lasse ich auch zu. Ich reiche das Essen in Schüsseln auf dem Tisch an, so kann jedes Kind selbst entscheiden, was es essen möchte und in welcher Menge. Dies schult das Gefühl für den eigenen Hunger und die Sättigung. Ich möchte mit den Kindern darauf achten, möglichst wenig Lebensmittel zu verschwenden. Wenn die Kinder einen Essenswunsch haben, bin ich dafür offen und würde diesen Wunsch unter den oben genannten Voraussetzungen auch gerne erfüllen. Kinderaugen strahlen, wenn ihre Meinung berücksichtigt wird. Dies ist ein wichtiger Bestandteil für die Partizipation der Kinder.
9. Eingewöhnung
Ziel der Eingewöhnung ist, dass sich Ihr Kind am Ende der Schlussphase wohlfühlt, es exploriert (es erforscht, erkundet seine neue Umgebung), mich als sichere Basis (Bezugsperson) annimmt und nachhaltig von mir trösten lässt. Ich gestalte die Eingewöhnung in Anlehnung an das Berliner Modell. In der Regel dauert die Eingewöhnung zwischen zwei bis vier Wochen, es kann aber sein, dass es eine kürzere oder längere Zeit in Anspruch nimmt. Sie als Eltern sollten sich auf jeden Fall einen zeitlichen Puffer einbauen, damit Sie nicht unter Zeitstress geraten, denn das wirkt sich auch auf Ihr Kind aus.
In der Grundphase kommen Sie (ein Elternteil) täglich mit Ihrem Kind für jeweils 1-2 Stunden. Ein vertrauter Gegenstand wie z.B. ein Shirt von Ihnen, Kuscheltier, Nuckel oder eine Spieluhr sind von Vorteil, denn so kann sich Ihr Kind bei Belastung auch gut beruhigen, was ihm die Eingewöhnung erleichtert. In dieser Zeit lernt Ihr Kind auch einen kleinen Teil meines Tagesablaufes kennen. Feste Strukturen und Rituale im Alltag sind mir besonders wichtig, denn durch einen verhersehbarer Tagesablauf gibt ihrem Kind Sicherheit.
Die Grundphase erstreckt sich über 3 Tage. In dieser Zeit halten Sie sich als Elternteil passiv im Hintergrund, sind jedoch mit im Raum. Am besten bringen Sie ein Buch mit, um Ihrem Kind zu signalisieren, dass Sie da sind, sich jedoch nicht aktiv am Spielen beteiligen. So kann ich ohne zu drängeln mit der Kontaktaufnahme und der Beziehungsarbeit starten, indem ich Ihr Kind mit in das Spielgeschehen einbeziehe, sofern es möchte. Ihr Kind selbst bestimmt seine Aktivität und in wie weit es mit mir oder den anderen Tageskindern in Kontakt treten möchte. Sie sind aber dennoch der „sichere Hafen“ für Ihr Kind und können es zur Not auch trösten.
Der erste Trennungsversuch findet am 4. Tag statt. Sollte der 4. Tag auf einen Montag fallen, dann wird der erste Trennungsversuch auf den nächsten Tag verschoben. Hier fällt die Entscheidung über die Dauer der Eingewöhnung! Sie als Eltern verabschieden sich bitte nach einiger Zeit von Ihrem Kind und verlassen die Kindertagespflege, bleiben jedoch in unmittelbarer Nähe. Die Reaktion auf Ihre Verabschiedung ist der Maßstab für die Fortsetzung oder den Abbruch des Trennungsversuches. Klappt die Trennung gut, sollte die erste Trennungszeit nicht zu lange sein. Sollte dies nicht der Fall sein, beträgt die Trennungsdauer zunächst nur wenige Minuten. Nach dem Trennungsversuch sollten Sie die Einrichtung verlassen, sodass Ihr Kind eine positive Erfahrung/ Erinnerung mit der Trennung und Wiederkehr verbindet.
Die Stabilisierungsphase beginnt mit dem 5. Tag (oder mit dem 6., wenn der 5. ein Montag ist). Die Trennungszeiten werden nun täglich verlängert, wobei Sie immer telefonisch erreichbar sein sollten! Sollte Ihr Kind die Trennung nicht akzeptieren, muss bis zur zweiten Woche mit einem erneuten Trennungsversuch gewartet werden.
In der Schlussphase hat Ihr Kind eine tragfähige gute Bindung zu mir aufgebaut. Das heißt, das Kind lässt sich in Trennungsphasen und auch während des Tages nachhaltig von mir trösten, pflegen und wickeln. Es vertraut mir und hat mich voll als Bezugsperson („sichere Basis“) angenommen! Sie sind nun nicht mehr im Tagesgeschehen dabei, sollten aber jederzeit für Notfälle telefonisch erreichbar sein. Sollte ihr Kind in der Zeit der Eingewöhnung erkranken, kann dies zu Rückschlägen in der Eingewöhnung führen, die man dann individuell aufarbeiten muss. Hierzu findet ein persönlicher Austausch mit Ihnen statt.
Nach etwa sechs bis acht Wochen biete ich Ihnen ein Eingewöhnungsgespräch an. In diesem Gespräch erfahren Sie als Eltern, ob Ihr Kind gut in der Kindertagespflege angekommen ist und wie die Eingewöhnung verlaufen ist. Wenn sie Fragen oder Bedenken zur Eingewöhnung haben, werde ich stets versuchen mit Ihnen gemeinsam eine Lösung zu finden.
10. Erziehungsziele
Kinder brauchen verlässliche und vertrauensvolle Beziehungen. Sie geben ihnen die Sicherheit, die sie brauchen, um neugierig ihre Welt erforschen zu können. Ich möchte für Ihr Kind genau diese vertrauensvolle Beziehung in der Kindertagespflege sein, damit es die Welt entdecken und erkunden kann.
Mein Ziel in der Erziehung Ihres Kindes ist es, dass sie zu selbstständigen Persönlichkeiten heranwachsen. Ich möchte ihrem Kind, Zeit und Raum geben, um sich individuell entfalten zu können und ihren eigenen Bedürfnissen nachzugehen.
Der
junge Mensch braucht seinesgleichen-
nämlich Tiere, überhaupt
Elementares:
Wasser, Dreck, Gebüsche, Spielraum.
Man kann ihn
auch ohne dies alles aufwachsen lassen (…).
Er überlebt es,
doch man soll sich dann nicht wundern, wenn er später bestimmte
soziale Grundleistungen nicht erlernt.
Alexander
Mitscherlich(1965)
10.1 Selbstständigkeit
Ich gebe den Kindern die nötige Zeit und Unterstützung sich alleine an- und auszuziehen, die Hände zu waschen, mit Besteck zu essen, das Trinken aus einem Becher zu erlernen, ihre eigenen Erfahrungen zu machen, selbst zu bestimmen, womit sie basteln oder gestalten wollen bzw. womit sie sich im Spiel beschäftigen wollen. Dies ermögliche ich ihnen durch kindgerechte Möbel und einen auf die Kinder angepassten „Entwicklungsraum“. Sie bekommen beim Essen Besteck und dürfen sich ihren Möglichkeiten nach erproben. Eine Erhöhung in Form eines Hockers zum Händewaschen ist bereitgestellt. Auch das Versorgen der Tiere, sowie die Zubereitung des Essens fördert die Eigenverantwortung. Die Kinder können dadurch positive Selbstwirksamkeitserfahrungen sammeln und sehen, dass sie etwas alleine schaffen können. „Hilf mir, es selbst zu tun“ (Zitat: Maria Montessori). Dieser Grundsatz fördert nicht nur die Selbstständigkeit, sondern auch das Selbstbewusstsein.
10.2 Hilfsbereitschaft
Ich möchte Ihrem Kind zeigen, dass es Spaß macht, sich gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Es macht Ihr Kind stolz, wenn es einem anderen Kind z.B. beim Anziehen der Schuhe geholfen hat. Wenn alle zusammen helfen, das Zimmer aufzuräumen oder den Tisch zu decken, macht es mehr Spaß. Hierbei helfe ich den Kindern, motiviere sie und lobe sie situationsgerecht. Für Ihr Kind ist es wichtig, wichtig zu sein, denn es möchte dazu gehören und ein Teil des Ganzen sein. Dadurch wird Ihr Kind gestärkt und es fühlt sich zugehörig, geborgen, geschätzt und geachtet.
Wir pflegen und versorgen unsere Tiere selbstverständlich, da diese auf unsere Hilfe angewiesen sind.
10.3
Respektvoller Umgang
Für
eine gesunde Entwicklung Ihres Kindes ist es von besonderer
Wichtigkeit, wenn ich Ihm liebevoll und mit Respekt begegne. Ich
erkläre viel, nicht nur wenn Fragen aufkommen. Mir ist es wichtig,
dass Ihre Kinder immer zu mir kommen und sich mir anvertrauen können,
dass sie Dinge hinterfragen und sich somit ihr eigenes Weltbild
erschließen können. Das schaffe ich nur, wenn wir uns gegenseitig
vertrauen. Kinderaugen strahlen vor Stolz, wenn ihre Wünsche erfüllt
werden. Daher möchte ich auch die Entscheidung bzw. die Meinung
Ihres Kindes berücksichtigen, z.B., wenn es um Essenswünsche oder
Ausflugsziele geht.
Zum respektvollen Umgang gehört für mich auch, die Interaktion mit den Spielmaterialien in der Kindertagespflege und ein wertschätzendr Umgang mit allen Lebewesen.
10.4
Struktur/ Rituale
Feste
Strukturen und Rituale im Alltag sind mir besonders wichtig, denn
durch einen vorhersagbaren Tagesablauf gewinnt Ihr Kind an
Sicherheit. Beispiele hierfür sind: Vor dem Frühstück treffen wir
uns im Sitzhaufen, nach dem Frühstück decken wir gemeinsam den
Tisch ab und es geht raus in unseren Garten. Kinder prägen sich
gewisse Abläufe sehr schnell ein, das gibt Ihnen Sicherheit. Mir ist
es wichtig, dass bei situationsorientierten Interessen der Kinder auf
diese eingegangen wird und diese zum Beispiel in Form von Projekten
oder Basteleien aufgegriffen und bearbeitet werden.
11. Bildungsziele / Förderung
Mein Ziel für die Bildung Ihres Kindes ist, dass es sich zu einer eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeit entwickelt. Ich achte darauf, welche Bildungs- und Entwicklungsprozesse Ihr Kind einbringt, welche Möglichkeiten es besitzt, welche Zeit es benötigt und welche Initiative es zeigt und stimme dann mein pädagogisches Handeln darauf ab.
Kinder unter drei Jahren entwickeln sich unglaublich schnell und haben viele Bildungsthemen. Es gibt einige Themen, die mir besonders wichtig sind und diese möchte ich gerne Ihrem Kind nahebringen.
11.1 Bewegung & naturwissenschaftlich-technische Bildung
Mir ist es besonders wichtig, dass wir täglich an die frische Luft gehen, daher ist die Bewegung ebenso wichtig für mich, wie die naturwissenschaftliche Bildung. Wenn wir uns draußen in der Natur auf einem unebenen Boden bewegen, schult dies zum einen den Gleichgewichtssinn und zum anderen können die Kinder sich austoben. Regelmäßige Ausflüge ins Freie sind daher selbstverständlich. Der Strand, Deich, Spielplatz und der Garten haben einen hervorragenden Aufforderungscharakter für die Kinder und animiert sie dazu ihrem Bewegungsdrang freien Lauf zu lassen.
Naturwissenschaftliches Lernen kann in vielen Alltagssituationen aufgegriffen werden, z.B. beim kreativen Basteln mit Naturmaterialien, beim freien Experimentieren mit Wasser (Matsch, Umschütten von Flüssigkeiten usw.).
Aber auch unser einmal wöchentlicher Ausflug in die Sporthalle Brokdorf, in der Bewegungslandschaften von mir aufgebaut werden können, fördert die motorische Entwicklung ihres Kindes. Durch Projekte wie Gemüseanbau, Bienengarten oder Wildvogelfütterung lernen die Kinder erste naturwissenschaftliche Elemente kennen.
11.2 Kreative Gestaltung
Ich liebe es, mich kreativ auszutoben und möchte es Ihren Kindern auch gerne weitergeben. Dazu zählt für mich: basteln, malen, dekorieren, das kreative Austoben und entdecken in der Natur oder auf dem Spielplatz, wie zum Beispiel aus Sand einen Kuchen zu backen oder am Strand aus den vorhandenen Materialien ein Mandala zu legen oder eine Matschsuppe zu kochen. Die Kinder erlernen den Umgang mit der Schere, verschiedenen Materialien, wie Papier, Wolle, Filz, Kork oder Naturmaterialien, wie Blätter, Kastanien, Eicheln oder Stöcke. Nicht nur die Kreativität wird hierbei angesprochen, sondern auch die taktile Wahrnehmung und die Förderung der Feinmotorik. Das Ergebnis ist hierbei nicht entscheidend, sondern dass Ihre Kinder Raum haben zum Testen Ausprobieren und Kennenlernen der verschieden Materialien.
11.3
Sprache & musisch-ästhetische Bildung
Durch
einen regen Austausch mit meinen Tageskindern und das Vorlesen von
Büchern können wir erfahren, was in den Büchern alles zu sehen ist
und machen ggf. Geräusche nach. Ich lese hierbei nicht nur vor,
sondern wir besprechen gemeinsam, Gefühle und Geschehnisse im Buch.
Hierbei können auch Dialoge zwischen mir und den Kindern entstehen.
Wenn die Kinder Wörter falsch anwenden oder aussprechen, korrigiere
ich diese, indem ich sie nur richtig wiederhole, somit sind sie
weiterhin motiviert und nicht gehemmt ihre Sprache auszuprobieren, zu
erweitern und zu festigen. Musik, Rhythmus, Sprache und Bewegung
gehören zusammen. Ich animiere und motiviere die Kinder, sodass sie
aus eigener Motivation die Sprache als Verständigungsmedium nutzen
möchten. Nonverbale Kommunikation ist mir sehr wichtig und ein
fester Bestandteil meiner Arbeit.
Wenn wir spazieren gehen, erkläre ich Ihren Kindern, was zu sehen ist und wo unser Ausflug uns hinführt.
11.4 Freispiel
Das freie Spiel ist ein wichtiges Element meiner Arbeit, denn ein kindliches Sprichwort besagt: „Denn das Freispiel ist die Arbeit der Kinder“. Ihre Kinder können selbst bestimmen, womit sie spielen möchten. Im Spielraum gibt es verschiedene Themenbereiche, in denen sich Ihre Kinder austoben können. Eine Spielküche für das Rollenspiel, eine Bauecke für das Konstruktionsspiel und vieles mehr. In regelmäßigen Abständen tausche ich Bücher und andere Spielsachen aus, damit es für die Kinder immer Interessant bleibt.
11.5 Soziale Bindung
Durch Ausflüge zum Spielplatz oder gelegentlichen Treffen mit befreundeten Tagesmüttern in der Nähe, haben nicht nur wir Erwachsenen die Möglichkeit zum Austausch, sondern auch meine Tageskinder. Sie lernen den rücksichtsvollen Umgang miteinander, gegenseitige Akzeptanz und Respekt, sowie verschiedene Möglichkeiten der Konfliktlösung.
12. Fortbildungen
Um mich beruflich stets auf den neuesten Stand zu bringen, räume ich mir bis zu zwei Fortbildungstage im Jahr ein, welche früh genug bekannt gegeben werden.
13. Nachhaltigkeit
Es gibt kaum ein wichtigeres Thema unserer Zeit als Klimaschutz, Artenvielfalt und Nachhaltigkeit.
Ich habe mir auf die Fahne geschrieben als selbstständige Tagespflegeperson alles in diese Richtung zu tun, was ich kann. Dies ist für mich eine Herzensangelegenheit.
Hier möchte ich ihnen zeigen was ich gemeinsam mit ihren Kindern tue, um „Entenhausen“ so umweltbewusst wie möglich zu machen.
*siehe Anhang „Nachhaltigkeitskonzept“
„Was wir heute tun, entscheidet darüber, wie Die Welt morgen aussieht.“
(Marie von Ebner-Eschenbach)
14. Schlusswort
Liebe Eltern,
sollte meine Konzeption ihr Interesse geweckt haben, so freue ich mich in eine gemeinsame Zeit mit Ihnen und ihrem Kind zu starten.
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